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Geschichte von Appenzell



Urgeschichte
40 v. Chr. - 30 v. Chr.

Die ersten menschlichen Funde im Appenzellerland gehen auf die wärmere Zwischeneiszeit, d. h. auf die Jahre 40'000 bis 30'000 v. Chr. zurück. Bei Grabungen in dem in der Südostwand des Ebenalpstocks gelegenen Wildkirchli wurden nicht nur Bärenknochen gefunden, sondern auch bearbeitete Steine aus dem Weissbach-Schwende-Tal, welche Menschen zu jener Stelle hinaufgetragen haben müssen.

Die ältesten menschlichen Werkzeugfunde gehen auf die Bronzezeit zurück. Im Gebiet von Appenzell sind dies zwei Bronzebeile, die in den Forren zwischen Appenzell und Weissbad gefunden wurden und in die Zeit von etwa 1200 bis 1100 v. Chr. zu datieren sind. Da auch das St. Galler Rheintal bronzezeitliche Funde aufweist ist es möglich, dass diese Beile aus dem Rheintal kommen.

Gleichwohl lässt sich aus den zufälligen und spärlichen Funden nicht auf eine urzeitliche Siedlung im Appenzellerland schliessen. Vielmehr ist anzunehmen, dass Appenzell von den Wanderungen der Urzeit kaum berührt wurde. Es handelte sich somit um ein eigentliches Niemandsland zwischen den keltischen und rätisch-illyrischen Völkern.

Auch die Erschliessung des schweizerischen Mittellandes durch die Römer erfasste das Appenzellerland kaum, denn die wichtigsten Römerstrassen umgingen den Alpstein. Hingegen dürften in spätrömischer Zeit verschiedene Alpen von zu den Rätiern gehörenden Rheintalern bestossen worden sein.



Die eigene Pfarrei Appenzell
700 - 1400

1071 hatte das neu besiedelte Land des Talkessels von Appenzell ein genügend grosses Ausmass erreicht, so dass eine eigene Pfarrei gebildet werden konnte.

Im ältesten Messbuch ist eine Abschrift der Stiftungsurkunde enthalten, in welcher es heisst, dass Abt Norbert von St. Gallen im Neubruchland, das man «Abbacella» nenne, eine Kirche gegründet habe. Der Begriff ist dabei nicht wörtlich als «Zelle des Abtes» zu verstehen, sondern als ein Gutshof mit Speicher und Vorratsräumen. Die Bauern mussten diesem Hof gegenüber Abgaben entrichten, so wie es gegenüber einem Grundherrn üblich war.


Gründe der Landteilung
1514 - 1597

Die Auseinandersetzung zwischen Reformation und Gegenreformation spielte sich nicht etwa isoliert innerhalb der appenzellischen Rhoden ab, sie war vielmehr Ausdruck der Spaltung der gesamten Schweiz. Den katholischen Orten ging es um eine Behauptung der gesamteidgenössischen Stellung, da sie seit dem Zweiten Kappeler Krieg 1531 gegenüber den protestantischen Orten nur noch eine knappe Mehrheit hinter sich hatten. Um diese zu verstärken war ihnen an einem Beitritt Appenzells zum Sold- und Militärbündnis gelegen, welches sie 1587 mit dem katholischen Spanien geschlossen hatten. Aufgrund des mehrjährigen Ausbleibens der für den Staatshaushalt wichtigen französischen Bündnisgelder und Pensionen sowie der Hoffnung, mit den spanischen Soldzahlungen besser zu fahren, befürworteten die Regierungsleute in Appenzell den Vertrag. Dabei stiessen sie aber auf den Widerstand der äusseren Rhoden, die mit den protestantischen Orten in Kontakt standen und infolge der wirtschaftlich engeren Einbindung in das st. gallische Leinwandgewerbe finanziell unabhängiger waren.


Räumliche Gliederung
1872 - 2003

Rhoden

Ursprünglich war das Appenzellerland seit der Besiedlung in gemeindeähnliche Gebiete, die sog. Rhoden eingeteilt. Diese umfassten somit die Bewohner eines bestimmten Gebiets.

Als aber später Rhodsleute ihren Wohnort wechselten, gehörten sie trotzdem weiterhin der angestammten Rhode an. Diese Regelung blieb während Jahrhunderten in Kraft und führte erst im neuen Bundesstaat der Schweiz nach 1848 zu Schwierigkeiten, denn nach eidgenössischen Recht kamen die vollen Rechte in Gemeindeangelegenheiten auch niedergelassenen Bürgern aus anderen Kantonen zu.

Mit der Annahme der Kantonsverfassung von 1872 wurde diesem Recht Rechnung getragen. Die Rhoden büssten ihre bisherige Bedeutung als Wahlkreise und militärische Einheiten ein. Heute bestehen sie nur noch als geschichtsbewusste Gruppe der Körperschaften, die ihre Versammlungen jeweils im Anschluss an die Landsgemeinde durchführen. An ihre Stelle traten die Bezirke:

Bezirke

An die Stelle der Rhoden traten mit der neuen Kantonsverfassung die sechs Bezirke Appenzell, Gonten, Rüte, Schwende, Schlatt-Haslen und Oberegg.


Diese Bezirke entsprechen teilweise den Einwohnergemeinden in anderen Kantonen. Sie sind aber nie so selbständig wie es üblicherweise für eine Gemeinde zutrifft. Sie bilden jeweils eigene Wahlkreise für die Bezirksräte, welche bis vor Kurzem gleichzeitig dem Grossen Rat angehörten, die Bezirksrichter, Vermittler und Revisoren. Sie regeln vor allem das Polizei- und Strassenwesen. Zudem sind sie, mit gewissen Ausnahmen in den Bezirken Appenzell, Rüte und Schwende, auch für die Baubewilligungsverfahren und die Bauaufsicht zuständig.

Inneres Land

Bezüglich der anderen, für eine Gemeinde sonst typischen Aufgaben war in Appenzell Innerrhoden, mit Ausnahme des Bezirks Oberegg, bis vor zwei Jahren der Kanton oder das sog. Innere Land zuständig. Letzteres bildete einen jeweils eigenen Kreis für das Gerichts- sowie für das Grundbuch-, Vormundschafts-, Erbschafts-, Zivilstands-, Zivilschutz- und Fürsorgewesen, wobei die entsprechenden Aufgaben vom Kanton direkt wahrgenommen wurden.

Spezialgemeinden

Neben dem Kanton, den zwei getrennten Verwaltungsorganisationen Inneres und Äusseres Land sowie den sechs Bezirken bestehen in Innerrhoden verschiedene Spezialgemeinden, die oft einen abweichenden Grenzverlauf aufweisen. Dazu zählen insbesondere die Kirch- und Schulgemeinden, die Mendlegemeinden sowie die Feuerschau, auch Dunke genannt. In dieser ist der erweiterte Dorfkreis Appenzell, welcher zu den Bezirken Appenzell, Rüte und Schwende gehört, vereinigt. Sie besteht seit dem 16. Jahrhundert und übt in ihrem Gebiet, anstelle der Bezirke, die Bau- und Feuerpolizei aus. Im Weiteren ist sie für die Feuerwehr sowie die Wasser- und Energieversorgung zuständig.


Insgesamt sind somit die politischen Strukturen – trotz der kürzlich erfolgten Auflösung des Inneren Landes – in Innerrhoden nach wie vor kompliziert und in der geschichtlichen Entwicklung der Kirchhöri, der Rhoden und der verschiedenen Einzelgemeinden begründet.

Von der zur Zeit immer noch laufenden Reorganisation, sei dies nun durch die Zusammenfassung der fünf Bezirke des Inneren Landes zu einer einzigen Gemeinde oder aber im Gegeneil durch die Aufwertung der Bezirke zu Vollgemeinden mit eigener Selbstverwaltung, ist auf jeden Fall, so oder so, eine weitere Bereinigung zu erwarten.

(Quelltext von der Kanton Appenzell Homepage) Kantons Appenzell .

Appenzeller Handstickerei

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts war Appenzell Innerrhoden für seine Handstickereien bekannt. Noch heute wir diese Kunstart von Appenzellerfrauen ausgeübt.



Für eine ausführlichere Geschichtssuche empfehlen wir Ihnen
die  Website des
Kantons Appenzell .


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